Ernährungsbedingte Begleiterscheinungen

Q: Was versteht man unter ernährungsbedingten Begleiterscheinungen?

A:

alli® bewirkt, dass ein Teil der Nahrungsfette nicht vom Körper aufgenommen wird. Das kann sich möglicherweise auf Ihren Stuhlgang auswirken. Hier spricht man von ernährungsbedingten Begleiterscheinungen, die allerdings gut kontrollierbar sein sollten, so lange Sie sich an Ihre Fettobergrenze halten. Wenn Sie bei einer Mahlzeit diese Fettgrenze überschreiten, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit ernährungsbedingter Begleiterscheinungen. Es kann zu Blähungen mit oder ohne ölige Fleckenbildung, fettigem oder öligem Stuhl oder auch plötzlichem Stuhldrang kommen.

 

Denken Sie einfach daran, dass die ernährungsbedingten Begleiterscheinungen vor allem damit zusammenhängen, wie viel Fett Sie zu sich nehmen. Wenn Sie also Ihre Fettobergrenze einhalten, können Sie solche Begleiterscheinungen weitgehend verhindern.

 

Anwenderbefragungen in den USA zeigten, dass weniger als 9 % der alli® Verwender die Behandlung mit alli® aufgrund von ernährungsbedingten Begleiterscheinungen abgebrochen haben. Viele alli® Anwender haben uns sogar berichtet, dass sie die Begleiterscheinungen als Zeichen dafür werteten, dass alli® bei ihnen wirkt. Das half ihnen dabei, sich immer wieder auf eine gesunde Ernährung zu besinnen.

 

Alle Arzneimittel können Nebenwirkungen haben. Sprechen Sie deshalb mit Ihrem Arzt oder Apotheker, falls Sie bei der Einnahme von alli® eine ungewöhnliche oder schwere Reaktion feststellen.

 

Das alli® Programm möchte Ihnen dabei helfen, Ihr Leben gesünder zu gestalten. Um Sie zum Durchhalten zu motivieren, bietet die alli® Internetseite umfassende Beratung, nützliche Hilfsmittel, Tipps und leckere Rezepte für fettreduzierte Mahlzeiten.

Q: Kann ich Mittel gegen Durchfall (Antidiarrhoika) einnehmen, um die ernährungsbedingten Begleiterscheinungen zu reduzieren?

A:

Nein. Die ernährungsbedingten Begleiterscheinungen resultieren aus einem zu hohen Fettkonsum in Verbindung mit der Wirkweise von alli®. Mittel gegen Durchfall (Antidiarrhoika) würden beim Auftreten ernährungsbedingter Begleiterscheinungen daher nicht helfen. Denken Sie einfach daran, dass die ernährungsbedingten Begleiterscheinungen vor allem damit zusammenhängen, wie viel Fett Sie zu sich nehmen. Wenn Sie also Ihre Fettobergrenze einhalten, können Sie solche Begleiterscheinungen weitgehend verhindern.

Q: Möglicherweise hatte ich beim letzten Toilettengang etwas Blut im Stuhl, da das Wasser in der Toilettenschüssel und das Toilettenpapier gerötet waren. Was könnte passiert sein? Liegt es daran, dass ich alli® nehme?

A:

Diese Erfahrung haben schon einige Anwender von alli® gemacht. In der Regel finden sie kleine Mengen roter Flüssigkeit bzw. „Tröpfchen” im Toilettenwasser, in ihrem Stuhl oder auf dem Toilettenpapier.

 

Solche roten/orangefarbenen Flecken treten unter Umständen auf, wenn Sie eine Mahlzeit gegessen haben, die rote Nahrungsbestandteile enthielt (z. B. Tomatensauce) – vor allem dann, wenn die Mahlzeit außerdem viel Fett enthielt. Diese Flecken werden leicht mit Blut verwechselt. Wenn Sie jedoch glauben, dass Sie Blut im Stuhl haben, oder dass die roten Flecken nicht mit Ihrem Essen in Verbindung stehen, sollten Sie auf jeden Fall Ihren Arzt konsultieren.

 

Es gibt viele verschiedene Gründe dafür, dass Menschen beim Toilettengang Blut ausscheiden. Einige davon sind harmlos, andere dagegen können auf eine Erkrankung hindeuten, die medizinisch behandelt werden muss.

Q: Gibt es Wechselwirkungen zwischen alli® und Statinen (z.B. Sortis, Zocor, Pravastatin etc.)?

A:

Nein.

Q: Gibt es Wechselwirkungen zwischen alli® und Gallensäurebindern wie Colestyramin (Questran) oder Colesevelam (Cholestagel)?

A:

Da diese Arzneimittel häufig andere, gleichzeitig eingenommene Medikamente binden und damit inaktivieren, empfehlen wir, alli® entweder mindestens 1 Stunde vor oder aber 4 bis 6 Stunden nach einem Gallensäurebinder einzunehmen.

Q: Haben alli® und Ezetimib-haltige Arzneimittel wie z.B. Ezetrol® oder Inegy® denselben Wirkmechanismus? Kann ich beides zusammen einnehmen?

A:

Ezetimib-haltige Arzneimittel senken den Cholesterinspiegel im Blut, indem sie die Cholesterinresorption im Dünndarm hemmen. alli® hingegen wirkt im Magen, wo es die Wirkung der gastrischen und pankreatischen Lipasen hemmt. Da sich die beiden Wirkstoffe sowohl bei der Art als auch beim Ort der Wirkung unterscheiden, ist eine Wechselwirkung unwahrscheinlich.

Q: Vertragen sich meine Blutdrucksenker mit alli®?

A:

Zwischen alli® und blutdrucksenkenden Arzneimitteln gibt es keine Wechselwirkungen. Sie können alli® also einnehmen. Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Apotheker.

Q: Kann ich alli® verwenden, wenn ich ein Schilddrüsenmedikament einnehme, z.B. Levothyroxin gegen Schilddrüsenunterfunktion?

A:

Konsultieren Sie vor der Einnahme von alli® bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie ein Schilddrüsenmedikament einnehmen. Eventuell muss aufgrund Ihrer Gewichtsabnahme die Dosierung des Schilddrüsenmedikaments angepasst werden.

Q: Kann ich alli® bedenkenlos zusammen mit dem Migränemedikament Topamax® bzw. Maxalt® einnehmen?

A:

Die Kombination von alli® und den Migränemedikamenten Topamax® und Maxalt® ist unbedenklich. Wenn Sie gesundheitliche Beschwerden haben, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, bevor Sie Ihre Ernährung umstellen.

Q: Kann ich alli® bedenkenlos zusammen mit Ciclosporin (z.B. Sandimmun) einnehmen?

A:

Patienten, die Ciclosporin einnehmen, z.B. nach Organtransplantation, bei schwerer rheumatoider Arthritis oder bestimmten schweren Herzerkrankungen, werden in der Gebrauchsinformation vor der Einnahme von alli® gewarnt, da alli® die Wirkung von Ciclosporin verringern kann.

Q: Kann ich alli® bedenkenlos zusammen mit Ciclosporin-Augentropfen einnehmen?

A:

Nehmen Sie alli® nicht ein, wenn Sie Ciclosporin-Augentropfen verwenden. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt.

Q: Kann alli® Herzrasen verursachen?

A:

Nein. alli® wirkt hauptsächlich im Verdauungstrakt. Der Wirkstoff wirkt nicht systemisch, das heißt, er wird nur zu einem sehr geringen Anteil ins Blut aufgenommen, wirkt nicht auf das Zentralnervensystem (ZNS) und hat keine Auswirkungen auf Herz oder Gehirn.

Q: Kann ich alli® bei Reizdarmsyndrom (RDS) einnehmen?

A:

Bitte konsultieren Sie vor der Einnahme von alli® Ihren Arzt, wenn Sie unter RDS leiden. Patienten mit RDS haben Probleme mit der Verdauung. Wenden Sie alli® nicht an, wenn Sie Verdauungsprobleme haben.

Q: Wirkt sich alli® auf meinen Schlaf aus?

A:

Nein. alli® wirkt nicht systemisch, d.h., es hat keine Auswirkungen auf das Zentralnervensystem (ZNS). Es verursacht keine Unruhe und kein Herzrasen. Studien liefern keine Hinweise auf Schlafstörungen durch alli®. Falls Sie unter Schlafstörungen leiden, konsultieren Sie bitte Ihren Arzt.

Q: Kann ich durch zusätzliche Einnahme von Ballaststoffen die ernährungsbedingten Begleiterscheinungen von alli® reduzieren?

A:

Obwohl Ballaststoffe viele gesundheitliche Vorteile bieten, gibt es keine stichhaltigen wissenschaftlichen Beweise, dass Ballaststoffe die ernährungsbedingten Begleiterscheinungen von alli® verringern. Mit einer kalorien- und fettreduzierten Ernährung können Sie diese Begleiterscheinungen jedoch gut kontrollieren.